Montag, 20. Juli 2009

War ja SO klar

Wie einige schon wissen, war ich die letzten Wochen ziemlich gut ausgelastet (um das Wort „Stress“ mal zu vermeiden). Das hatte unter anderem auch damit zu tun, dass ich ab heute zwei Monate in der Fremde weilen und meine Intelligenz aufstocken werde, sprich, Weiterbildung.

Da muss ja einiges geplant werden. Wer füttert die Katzen, wer streichelt die Katzen, wer kümmert sich um die Katzen, wer passt auf die Katzen auf?
Oh, und so Kleinigkeiten wie „wo werde ich wohnen, was werde ich essen“ und so.

Dank der unglaublichen Großartigkeit diverser Menschen klärte sich meine Unterbringung recht schnell und so trudelte ich gestern nachmittag in meiner Residenz ein, packte aus, richtete mich erst mal ein wenig ein und fiel gegen 23 Uhr todmüde ins Bett. Was sinnvoll ist, denn um 6:15 Uhr morgens wird die Nacht zu Ende sein. Das mag so manchem nicht sonderlich früh erscheinen, aber ich werde unglaublich quengelig, wenn ich zu wenig schlafe.

Handy wird als Weckerersatz gestellt, noch ein wenig in einem Garfield-Band, den ich in der Bibliothek meiner Residenz gefunden habe, geschmökert, und dann stelle ich auch schon fest, dass das Bett unheimlich gemütlichrrrrrrr chrrrrr ...

Am nächsten Morgen werde ich irgendwann wach. Es ist schon mittelhell, aber das Handy hat ja noch nicht gesprochen, also will ich das Beste aus den, sicherlich nicht mehr zahlreichen, verbleibenden Minuten machen.

Nachdem sich die verbleibenden Minuten dann aber doch ziemlich in die Länge ziehen, klappe ich mein Handy irgendwann dann doch mal auf und erstarre: 7:10 Uhr. Das ist der Zeitpunkt, an dem ich eigentlich spätestens loslaufen wollte. Denn mit dem Auto zum Orte meiner Weiterbildung zu fahren ... nein. Neinnein.

Suuuuper.

Schnell gecheckt, warum das miese Verräter-Handy mich nicht wecken wollte. Dabei hatte ich extra die Startmelodie aus Oblivion eingestellt, das sollte ein Nerd-Handy eigentlich mögen. Der Grund der Ursache ist schnell gefunden: der Weckton ist von MO – FR eingestellt, Handy dachte aber, es wäre Sonntag. Warum auch immer.
Ich bringe Handy schnell bei, dass MONTAGHERRGOTTNOCHEINS! ist, dann springe ich aus dem Bett und erwäge meine Optionen.

Hetzen, rennen, total fertig und definitiv zu spät ankommen? Gleich am ersten Tag? Muss das sein?

Doch mit dem Auto fahren? In der großen, bösen Stadt (okay, wenigstens habe ich in weiser Voraussicht die Adresse schon mal ins Navi eingespeist), ohne Ahnung, wohin und vor allem ohne Ahnung, wo man parken könnte?
Ich bin ein Landei. Großstadtkinder können dieses stundelange Kreisen auf der Suche nach einem Parkplatz vielleicht stoisch wegstecken, mich macht das schon nach 0.5 Sekunden total verrückt.

Taxi. Teuer, aber ich hätte einigermaßen Zeit, mich fertigzumachen, zu frühstücken und dann noch rechtzeitig zu Kursbeginn dazusein.

Hngh. Gut, Taxi it is. Ins Arbeitszimmer gerannt, Rollie angeworfen, dank studentischem WLAN von oben schnell die Taxizentrale der Großen Bösen Stadt herausgesucht, angerufen, für 8:00 Uhr ein Taxi bestellt.

Puuuh!

Dann fix ins Bad, schnell fertigtüddeln, frühstücken, Mittagessen vorbereiten und zusammenpacken, und dann steht das Taxi auch schon vor der Tür. 5 Minuten zu früh! Ich kann so nicht!

Der Taxifahrer ist, dankenswerterweise, recht wortkarg und liefert mich schnell ab. 15,- €. Na, soviel hätte es bestimmt auch gekostet, mein Auto irgendwo hier in der Nähe den ganzen Tag abzustellen. Von daher ...

Was lernen wir daraus? Handys vorher genau überprüfen und nächste Woche nehme ich meinen guten, alten Wecker mit.

So!

Kommentare:

Alienor hat gesagt…

Die Sache mit dem Wecker könnte ich gerade tagesaktuell noch ergänzen:

Radiowecker auf richtige Uhrzeit stellen ist gut, auf "Tag 1-5" stellen ist auch gut (weil es ist ja wirklich Montag und mein Wecker wusste das auch ;-)), Drehregler für die Lautstärke am Wochenende beim Staubwischen auf Null drehen ist allerdings kontraproduktiv.

Aber bei mir klingelte dann immerhin noch der Zweit-Zusatzwecker zehn Minuten später (mein Radiowecker macht das nicht zum ersten Mal ;-)) und bei mir war's ja auch nur ein ganz normaler Arbeitstag.

Na dann viel Spaß und viel Erfolg in den nächsten Wochen! :)

FrauKatz hat gesagt…

Es war eindeutig eine weltweite Verschwörung der Wecker! Oder der Süßigkeitenindustrie, denn auf den Schreck hin braucht man ja erst mal Nervennahrung!

Normalerweise genügt mir ja ein Wecker, sowohl daheim als auch in der Fremde. Aber der sollte dann schon klingeln, besonders, wenn keine Katzen als „Jetzt wird's aber Zeit zum Füttern, ey!!!!“-Backup in der Nähe sind. :-D