Donnerstag, 31. Dezember 2009

MutterKatz-Logik zu Silvester

MutterKatz weiß, wie die Welt funktioniert.

Einerseits:
Wenn ich tagsüber bei -15°C, warm eingepackt ca. 30 Minuten draußen bin, vielleicht um den Block laufe, sowas halt, ist das gut für den Kreislauf und die Abwehrkräfte und unbedingt empfehlenswert und warum nehme ich eigentlich nicht zusätzlich Zink, weil, Frau Schlunzke, die nebenan beim Bäcker putzt, hat damit mit ihrer Tochter so gute Erfahrungen ...


Andererseits:
Wenn ich nachts bei +5°C warm eingepackt ca. 10 Minuten draußen bin ist das eine gradezu fahrlässige Gefährdung meiner Gesundheit und wird mich unter Garantie wieder drei Wochen aufs Krankenbett zwingen! Jawoll! Denn Bakterien und Viren sind nachts besonders aktiv, das weiß man ja, und man kann ihnen auch nicht so gut ausweichen, wenn man sie nicht sieht, ne?


Meinerseits:
Ich werde trotzdem heute Nacht bis zur nächsten Straßenecke gehen, denn bei mir auf dem Balkon höre ich die Kirchenglocken nicht, wenn die Nachbarn rumböllern. Und ohne Kirchenglocken zur Mitternachtsstunde kommt mir das neue Jahr nicht in die Tüte!


Euch allen einen guten Rutsch, wir lesen uns im nächsten Jahr.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Wie jetzt? Schon wieder?

Weihnachten ist ja wohl der hinterhältigste Feiertag der wo in Existenz ist, hömma! Tut wochenlang ganz harmlos, guckt in die andere Richtung, pfeift ein paar schöne Weihnachtsliedchen und wiegt uns in falscher Sicherheit, nur um dann, völlig unvermittelt, hervorzuspringen und dazusein!

Aber nu, was willste machen.

Ich wünsche allen lieben Leuten frohe Weihnachten. Geschenke und Karten gibt's irgendwann zwischen den Jahren oder im nächsten Jahr, wenn ich mich gesundheitlich wieder berappelt habe. Die meisten sollten das ja schon im Zusammenhang mit meiner Geburtstagsamnesie kennen, obwohl ich dieses Mal ja nun nichts dafür kann. Aber die Situation an sich dürfte eine bekannte und damit nicht so verstörend sein.

Nu denn. Feiert schön, flauscht eure Katzen (oder eine Fremdkatze) und lasst es euch wohlergehen.

Samstag, 19. Dezember 2009

Simon's cat saisonal




Awwwwww. :-)

Sonntag, 13. Dezember 2009

Danke für die Hilfe

Meine jährliche Weihnachtsplätzchenversandaktion nimmt dieses Jahr schon fast kleinunternehmerische Ausmaße an. Nächstes Jahr muss ich entweder mehr backen oder den Empfängerkreis einschränken.

Sei es wie es sei, ich sammle seit zwei, drei Wochen zum Behufe der Päckchenausstopfung sämtliche Werbezeitungen, die Mittwochs und Samstags in meinem Briefkasten landen. Denn ich werde langsam erwachsen und denke voraus.

[Pause für bewundernde Uhhhhh-Laute]

Nun bin ich dabei, die Päckchen zu packen und stelle grade einen eklatanten Mangel an Werbestopfmaterial fest. Da, wo der Stapel an Zeitungen lag, ist ... nichts.

Wann immer es in meiner Wohnung zu unerklärlichen Vorfällen, i.e. Verschwinden, kommt, gibt es drei Möglichkeiten.


  1. Fox Mulder hatte doch Recht.

  2. Es waren die Katzen.

  3. Es war MutterKatz.



Fox Mulder ruft nicht zurück und die Katzen sehen ausnahmsweise mal unschuldig aus. MutterKatz geht ans Telefon und flötet auf Nachfrage fröhlich „Ja, ich habe Dein Altpapier entsorgt!“ in den Hörer.

Danke.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Teamwork

Ehepaare sollen mit den Jahren ja ein eingespieltes Team werden. Der eine beendet den Satz des Anderen, man versteht sich ohne Worte, Arbeitsabläufe gehen nahtlos ineinander über.

Meine sensationelle Entdeckung ist, dass es dazu nicht mal ein Säugetier der gleichen Gattung braucht. Auch zwischen Mensch und, sagen wir mal, Katze, kann es zu solchen Verhaltensweisen kommen.

Heute wieder.

Die Katze (sie ist ja auch schon Jahrgang '99) möppelt von rechts nach links über den Tisch. Am Ende des Tisches bleibt sie stehen, dreht das Knubbelköpfchen mit den kleinen Puschelöhrchen über die Schulter zu mir um und macht auffordernd „Mau!“.

Schon ganz automatisch lange ich mit der linken Hand zu ihr hinüber, hebe sie behutsam vom Tisch, achte darauf, dass sie auch ja möglichst sanft auf dem Boden ankommt und tippe nahezu nahtlos weiter. Madame hält still wie eine Wanze, während ich ihren privaten Aufzug spiele, und möppelt dann, zufrieden, dass alles so ist, wie es sein soll, weiter in die Küche.

Wo sie wieder auffordernd „Mau!“ macht. Weil sie Leckerli will.

Entschuldigt mich bitte, ich muss grade mal eben was in der Küche erledigen.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Plätzchenbacken – Das Finaaaaale, whoo-ooo

Ich habe fertig (gebacken)! Nachdem ich noch spontan zwei Sorten nachgeschoben habe, ist es jetzt aber auch wieder gut.



Wie immer ist die Qualität nicht berauschend (ich bin kein Fotograph, ich merke es immer wieder), aber die Ess-Qualität ist laut meiner Mutter mal wieder gelungen. Wenn ich nicht aufpasse, besucht sie mich die nächsten Tage ganz oft und jedes Mal, wenn sie geht, ist der Plätzchenberg seltsam geschrumpft.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Plätzchenbacken – Sonntag III

Fertig.

Nur noch Puderzucker über die (den?) Janhagel und die Stückchen verstauen.

Feeeeeeeeeertig!


... nur noch abwaschen und aufräumen und fegen und wischen.





P.S. Ganzganzganz entzückendes Schlafemiezenbild bei Pharmama. Hach!
So sehe ich auch aus, wenn meine beiden Fellpopos auf mir schlummern.

Nur ... älter.
Und ... größer.
Und überhaupt ganz anders.
Die Katzen auch.

Aber sonst ganz genauso.

Plätzchenbacken – Sonntag II

Die trocknenden Plätzchen sind an einem sicheren Ort untergebracht. Ich habe schließlich wissbegierige Katzen, da muss man aufpassen. Ich bin ja eh mit Hügjene schon recht pingelig und erst recht, wenn die Sachen verschenkt werden sollen.

Drei der Plätzchen haben nicht mehr auf den sicheren Ort gepasst. Ich deklarierte sie zu meinen Plätzchen und ließ sie an einem unsicheren Ort trocknen. Drei leckere Plätzchen.

Das Flüff hat grade seinen Hintern auf einem davon geparkt.

Aber ich durfte ihr Flauschepopöchen säubern, ohne dass sie mich zerfleischt hat.

Hach. Wir haben so ein gutes Verhältnis in letzter Zeit.

Plätzchenbacken – Sonntag

Die Brabanzerln sind fertig, müssen nur noch trocknen.
Ich will, nie, NIE wieder Kuvertüre sehen! NIE WIEDER! *zuck*

Doch auch in dieser Zeit der Hektik verliere ich nie das größere Ziel aus den Augen: meine Katzen zu gebildeten, verantwortungsbewußten und produktiven Mitgliedern der Gesellschaft zu machen.

So saß das Flüff am Rande der Arbeitsfläche und ließ seinen hinteren Appendix herunterbaumeln, direkt vor der Unterschranktür, hinter der sich der Biomüll befindet. Ich musste nun ein bisschen Kuvertüre loswerden (NIE! WIEDER! KUVERTÜRE!) und danach die Tür wieder schließen. Dabei befand sich das flauschige hintere Düttelchen ein wenig in Gefahr, eingeklemmt zu werden.

Ich balancierte auf einem Fuß, wackelte mit dem anderen an der halbgeschlossenen Unterschranktür (in den Händen hatte ich den Topf und den Löffel) und wartete darauf, dass die kleine Flauschewonnekugel ihre prekäre Lage bemerkte.

Dauerte auch gar nicht lange. Sie guckte hinunter (ssssooooo süß!) und wickelte sich anschließend indigniert ihr Anhängsel um die Pfötchen.

„Ja“, sagte ich zu ihr, „wenn man ein Schwanzi hat, dann muss man auch drauf aufpassen.“


Manchmal ängstigt mich die mir innewohnende, tiefe und umfassende Weisheit gradezu.


Samstag, 5. Dezember 2009

Plätzchenbacken – Samstag

OOooooOOOOooooOOOoOooohhhh mein Rücken! Können die nicht mal Küchenarbeitsflächen herstellen, die für Leute über 1,70m geeignet sind?

Oioioioioioi. *klag*

Ansonsten lief es ganz gut, besonders das Gepapp mit den Marzipankirschen. Einzig die Weihnachtstrüffel wollten nicht so wie ich wollte. Ich habe den ganzen ersten Schwung meiner Mutter geschenkt, der macht das nix. Nicht, dass die Trüffel schlecht gewesen wären, nur eben sehr weich. Kann man unmöglich verschicken.

Glücklicherweise hatte meine Mutter noch einen Becher Sahne und so konnten wir kurz vor dem Konzert noch ganz agentenmäßig den Austausch Trüffel-Sahne vornehmen. Jetzt ruht das neue Gemisch im Kühlschrank, und da wird es noch bis Mitternacht ruhen.

Meine Nachbarn werden mich lieben, wenn ich dann zur Geisterstunde das Handrührgerät anwerfe, um die Masse nochmal schnell durchzuquirlen.

Heute habe ich also schon die


  • Rumkugeln klassisch

  • Rumkugeln kirschwasserig

  • Cranberry-Makronen

  • Weihnachtstrüffel

  • Marzipankirschen

  • Schäumchen



fertig. Morgen dann noch Janhagel, Brabanzerl und Vanillekipferl. Hach. Leckere Dinge.

Freitag, 4. Dezember 2009

Plätzchenbacken – Der Prolog

Ich will heuer wieder Plätzchen backen. Ein ganzes Wochenende in süßen Krams herumkneten, ganze Flüsse aus Schokoladenkuvertüre schmelzen, klafterweise Puderzucker mit Marzipan vermengen und trotzdem über Klebrigkeit schimpfen und diese irrsinnig wahnsinnig leckeren Brabanzerl zubereiten, die eigentlich in ihrer Umständlichkeit ein eigenes Wochenende zur Zubereitung verdient hätten.

Heuer bin ich wieder traditionell und verlasse mich eher auf altbekannte und beliebte Rezepte:


  • Brabanzerl

  • Vanillekipferl

  • Janhagel

  • Rumkugeln klassisch

  • Rumkugeln kirschwasserig

  • Cranberry-Makronen

  • Weihnachtstrüffel

  • Marzipankirschen

  • Schäumchen



Heute wollte ich dann schon mal alles einkaufen, damit ich morgen, Samstag, ungehindert von lästigen Alltagspflichten in die Backorgie stürzen kann.

Ich begann also damit, die Zutaten für die ganzen Plätzchen zusammenzustellen. Am Computer, denn ich bin ja ein Kind eines modernen Zeitalters. Nach viel Hin- und Hergeschiebe sowie zusammenrechnen („250g Mehl plus 150g Mehl plus 75g Mehl *murmel*“) hatte ich eine wunderbare Einkaufsliste, die auch tatsächlich nur eine Seite lang war.

Ich startete meine Alltagsdrucker. Er rödelte wie gewohnt 5 Stunden vor sich hin, dann druckte er.

Er tat zumindest so, das Blatt blieb blütenweiß.

Ein weiterer Test ergab: Hoppala, da wird die Patrone leer sein. Mist.
Aber gut, das soll mich nicht abhalten. Muss eben der gute Drucker mal ran.

Katzenflauschedecke runtergeräumt.

Drucker aus der Ecke gezogen.

Kabel mitgezogen und wieder eingesteckt.

Aufgeklappt.

Papier eingelegt.

Eingeschaltet.

Auf „Drucken“ geklickt.

Drucker rödelt. Drucker meldet, dass zwei Farbpatronen der Farbe Magenta eingelegt wären, dass er das als persönliche Beleidigung betrachte und das schlicht in Grautönen gehaltene Dokument deswegen unter keinen Umständen drucken würde.

Hnnnnnnngh!

Magenta-Farbpatrone raus-rein.

Neuversuch.

Drucker motzt.


Magenta-Farbpatrone raus-rein.

Neuversuch.

Drucker motzt.


Magenta-Farbpatrone raus-rein.

Neuversuch.

Drucker motzt.


Magenta-Farbpatrone raus-rein.

Neuversuch.

Drucker druckt. Hallelujaheidenei!

Nun endlich im Besitz meiner Einkaufsliste (ich will von keinem hören, dass es schneller gegangen wäre, wenn ich es handschriftlich festgehalten hätte! Hier ging es ums Prinzip! Geist gegen Materie!) konnte ich gen tegut auslaufen. Ich hatte mir ja überlegt, ob ich heute Abend nicht vielleicht schon eine Sorte anfange, aber ich glaube, das Einkaufslistenausdrucken hat mich zu sehr erschöpft.

Morgen dann.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Plan? Welcher Plan?

Als ich heute im Internet herumstöberte und die schätzungsweise 5 Trillionen Topics über Weihnachten bemerkte, wurde mir mit tiefstem Erschrecken bewusst, dass ich bis heute noch kein Farbkonzept für das diesjährige Weihnachtsfest habe!

Mon Dieu!

Ich muss mir schleunigst etwas einfallen lassen, sonst werde ich, wenn ich die Zeichen richtig deute, alsbald aus der Gemeinschaft des Homo Sapiens ausgeschlossen werden.

Weil, Weihnachten ohne Farbkonzept (mit farblich abgestimmtem Gebäck, naturalmente), das geht ja wohl gar nicht mehr heutzutage!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Miez-Content

Ich wurde darauf hingewiesen, dass ich viel zu wenig Bilder vom Flüff und Herrn Pummelwurst posten würde.

Aber immer nur die gleichen Katzen zu fotographieren ist doch auch langweilig. Deswegen habe ich mir eine neue Katze im beliebten Flüffstil bestellt:


Neukatz, gut verpackt


Darüber hinaus möchte ich den Menschen, die bis jetzt noch keine Katze haben, aber mit dem Gedanken spielen, ein paar weise Worte zukommen lassen.

Macht euch darauf gefasst, dass ihr mindestens ein Drittes des Internets aufgeben könnt! Weg! Futsch!

Das hier ist alles, was ihr von eurem Monitor noch sehen werdet:


Gnä Frau ist wissbegierig


Witz, Weisheit und Flüffbilder in einem Beitrag. Ich hoffe, das reicht jetzt erst mal für eine Weile.

Sonntag, 29. November 2009

Wetter, wir müssen reden!

Heute.

Ich stehe auf.

Blauer Himmel, die Sonne scheint.

„Oh,“, denke ich mir, „das musst Du ausnutzen und eine Runde um den See laufen.“

Ich stehe auf.

Ich gehe ins Bad.

Ich dusche.

Ich frühstücke.

Ich bin startklar, zirka eine Stunde nach dem Aufstehen.

Es nieselt aus einem grauen, tiefhängenden Himmel. Der Wind pfeift. Die Katzen liegen wärmesuchend auf der Heizung und unter der Rotlichtlampe.

Montag, 23. November 2009

Man ist so jung, wie man sich fühlt

Alkohol kommt mir nicht über die Lippen. Ich erwähne es nur vorsichtshalber, falls jemand über dieses Blog stolpert, ohne mich zu kennen. Soll es ja geben. Das Internet ist groß und die Verkehrsführung ... lassen wir das.

Nachdem ich mich nun somit selbst der Chance beraubt habe, an der Supermarktkasse aufgrund des gewünschten Erwerbs harter Spirituosen für jung gehalten und nach dem Ausweis gefragt zu werden, beneide ich die Leute in meiner Umgebung immer, wenn denen das passiert. So ein bisschen.

Dieses Wochenende jedoch, als ich doch mal Lotto spielen wollte, wurde ich von der Dame hinter der Ladentheke (sie sah auch gar nicht mal so blind aus) doch glatt nach meinem Ausweis gefragt!

Zuerst begriff ich nicht einmal, warum sie mich jetzt danach fragte. Um den Namen zu überprüfen? Seit wann sind Lottoscheine namenskodiert? Hä? Bitte? Watt?

Als ich sie anstarrte wie die Kuh wenn's blitzt und meinte, ich hätte meinen Ausweis grade nicht dabei, guckte mich mein Gegenüber weiterhin zweifelnd an und fragte fragend, ob ich denn überhaupt schon volljährig sei?

In diesem Moment intervenierte der Chef des Ladens von schräglinks und beschied seiner Angestellten, dass er mich kenne und das schon in Ordnung ginge, während sich über mein Gesicht ein gar seliges Grinsen ausbreitete.

Ob ich denn schon volljährig sei!

Haaaaaaaaaaaaach.

Ich glaube, ich habe das gesamte Wochenende nicht aufgehört, beglückt zu lächeln.

Freitag, 20. November 2009

Das Flüffchen und die GEZ

Für die nichtgrünen Leser:

Es war einmal ...

... ein kleines Flüff. Das kam nach (Frau)Katzland und dachte sich „Ach, hier bleibe ich.“ Weil dann auch die Tür zu war und der Balkon vernetzt. Also blieb es.

Das kleine Flüff aber, das hieß noch gar nicht von Anfang an Flüff. Das ist nämlich nur sein Spitzname. Eigentlich heißt das Flüff Francesca Deneesa, aber das verschweigen das Flüff und seine Dosenöffnerin lieber, denn das Flüff ist sich noch immer nicht ganz sicher, WAS ihre Katzenkloreinigungskraft auf 400,- Schnurrer-Basis da genommen hatte, als sie das Flüff so nannte.

Ihre Bettvorwärmerin hatte dann zu dieser Zeit noch eine ganz grandiose Idee, nämlich eine Katzenfutterprobe telefonisch auf des Flüffchens Namen zu bestellen. Weil, das fand sie niedlich.
Das Flüffchen fand die Probe dann aber doof und so geriet sie erst einmal in Vergessenheit. Die Probe.

Eines Tages, aus heiterem Himmel, trudelte ein Brief von der GEZ bei des Flüffchens Futterbereiterin ein. Adressiert an das Flüffchen selbst.
Die Napfspülerin las diesen Brief durch. Darin stand, dass das Flüffchen doch bestimmt einen eigenen Fernseher hätte und diesen dann auch bezahlen müsse, jawohl!

Die Kuscheldeckenwäscherin lachte herzlich und warf den Brief in den Wiederverwertungskorb.

Den nächsten auch.

Und den danach.

Doch dann, Wochen, gar Monate waren verstrichen, klingelte es an der Tür. Des Flüffchens Privatsekretärin öffnete. Draußen stand ein Mann im Anzug, der streng guckte und danach verlangte, mit dem Flüffchen zu sprechen. Er sei nämlich von der GEZ.

„Moment“, sagte die Fellbürsterin, „ich hole sie mal eben.“

Als sie zur Tür zurückkam, hatte sie das Flüffchen auf dem Arm. Das Flüffchen war nicht amüsiert, denn es mochte keine fremden Menschen und schon gar keine Männer.

Der fremde Mann guckte etwas kariert.

„Hier, das ist sie.“, sagte die Fellmauswerferin.

„Mau!“, sagte das Flüffchen und zappelte.

Dann geschah ein Wunder, von dem die Katzenkraulerin fürdem immer voller Ehrfurcht sprechen würde.

Dem GEZ-Mann zuckte es im Gesicht, und dann lachte er herzlich.

„Na, dann, nichts für ungut.“, meinte er.

„Ja, kann ja mal vorkommen.“, antwortete die verdutzte Leckerliwerferin und schloss die Tür.

„Sachen gibt's!“, sagte sie zum Flüffchen.

„Mau!“ sagte das Flüffchen.

And that was that.

Mittwoch, 18. November 2009

Pigeon:Impossible



Großartig!

Dienstag, 17. November 2009

Hach. Wissenschaftler.

Wissenschaftler erklären Schrödingers Gedankenexperiment mit seiner imaginären Katze.



Schrödinger was an austrian physicist who, when the nazis invaded Austria, fled to the UK and then to Dublin. There he had quite a colourful career and actually fathered an illegitimate child, but that has nothing to do with his cat.




da mehr

Montag, 16. November 2009

Hallo Montag. Setz Dich, nimm Dir einen Keks ... DU ARSCH!

Für alle nichtgrünen Leser:

Bauerbeiter vor dem Haus: „Ach, um 6:30 Uhr sind bestimmt schon alle Anwohner wach.“ *herumlärm* *schepperklönkschrumms*

Zettel: „Von 8 bis ca. 11 Uhr wird das Wasser abgedreht.“
Realität: Ab 7:45 kein Wasser mehr.

Katze: *ürgsürgsürgs*

Dunstabzugshaubenglühlampe: *durchbrenn*

Großer Zeh: „Ach, den Türrahmen habe ich auch schon lange nicht mehr getroffen.“



Halllooooooooo Montag.

Sonntag, 15. November 2009

Wunder

Dass eine so kleine Katze so groß schnarchen kann.

Freitag, 13. November 2009

Ach? Du warst weg?

Es mag überraschen, aber ich mag auch Hunde. Hunde sind toll. So begeisterungsfähig vor allem.

Ich finde nicht, dass man entweder nur Hunde oder nur Katzen, nicht aber beide mögen kann. Ich denke aber, dass Hunde und Katzen von ihrem grundlegenden Wesen her so unterschiedlich sind, dass es eben wenig Leute gibt, die beides mögen.

Viel Gerede für einen kurzen Film: Herrchen kommt aus Afghanistan zurück und Hundi ist ganz leicht erfreut:



Awwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww.

Dienstag, 10. November 2009

Meine Apotheke liebt mich

Gestern wieder mal meine monatlichen Drogenrezepte eingelöst.

Eine nette Frau in meiner Stammapotheke bedient mich. Neuerdings bin ich ja ganz konsequent und hole ausnahmslos alle meine Medikamente dort. Die Apotheke direkt neben dem Facharzt hat dat Krams, das ich brauche, zwar immer vorrätig, aber meine Stadtviertelapotheke ist sympathischer. So there.

Daher ist die nette Frau, die mich schon am Anfang des vorherigen Absatzes, bevor ich wieder abschweifte, bediente, noch nicht vollinhaltlich mit den Modalitäten meiner üblichen Rezepte vertraut.

Sie überfliegt die Angaben.

A (Apothekerin): „M. hätten wir da, T., A. und Ae. müssten wir bestellen.“
I (Ich): „Kein Problem*.“

A tippt eifrig in ihrem Computer herum. Plötzlich werden ihre Augen groß und kugelrund. Sie stutzt. Tippt eilig weiter. Löscht. Guckt auf den Bildschirm. Tippt erneut. Guckt.

A: „Äh ...?“
I: „Jaaaa?“
A: „Sie sind befreit weil chronisch, ne?“
I: „Ja. Chronisch befreit.“
A: *fast schon ängstlich* „Äh ... aber sie wissen, dass sie für das A. trotzdem ganz schön viel zuzahlen müssen?“
I: „Ja, ich weiß. Kann man nix machen.“
A: „Auwei!“
I: „Ja.“

Und das war nur die Hälfte meines Zeugs. Die Sachen, die gar nicht mehr über Rezept laufen, kosten nochmal so viel.

Das nächste Mal hole ich alles zusammen. Mal gucken, wie sie dann guckt. Bei Hyperventilation gibt's Bonuspunkte.

_ _ _ _ _
* Ich rufe normalerweise immer rechtzeitig vorher an, damit sie meine Sachen besorgen können, bevor ich vorbeikomme. Es sei denn, mein Hirn macht mir meinen Strich durch die Rechnung, aber da kann die Apotheke ja nun nix für.

Montag, 9. November 2009

Rotlicht-Viertel

Bekanntermaßen liegt mir das Wohlergehen meiner Pummelpfötchen sehr am Herzen. Besonders im Winter sollen es die kleinen Lieblinge warm und trocken haben. Trocken ist ja kein Problem, nur warm war bislang eines. Heizdecke geht nicht weil Strom. Heizung geht, aber da ist nur Platz für eine Miez drauf. Wärmflasche geht nicht, weil den Katzen zu wobbelig. Wunderbares bewärmbares Kuschelbettchen von Pfotino geht nicht, weil das Inlay in der Mikrowelle erwärmt werden muss.

Eine schwierige Angelegenheit, besonders für mein Gerechtigkeitsempfinden. Bis dato war der Platz auf der Heizung des Winters immer vom Kater belegt, weil der gute Herr ein rechter Rabauke und der feinsinnigen Flüff zu ungehobelt ist. So fläzt sich der feline Herr der Schöpfung schön im Warmen, während die arme kleine Pelzmaus sich in einer dunklen Ecke des Raumes zusammenrollen und gar bitterlich frieren muss.

*snief*

Dem musste ich Abhilfe schaffen, schon alleine aus weiblicher Solidarität. Ich setzte also, nach allen üblichen Vorbereitungen, mein mächtiges Hirn in Gang. Was es ausspuckte, war Folgendes:

Die Katzen liegen doch gerne auf der superweichen dicken Fleecedecke, die auf Deinem Drucker liegt.
Daneben steht der alte Sekretär Deines Urgroßvaters, der ist ein bisschen höher als Drucker und Decke.
Eier werden unter Rotlichtlampen ausgebrütet.
Weil Rotlicht warm ist.
Hm.
Du könntest eine kleine, nicht-allzu-heiße Rotlichtlampe besorgen, die auf den Sekretär stellen, sie auf die Flauschedecke auf dem Drucker richten und dann hätten die Katzen ein wunderbar warmes Fleckchen zum räkeln und wohlfühlen.

Ich drehte und wendete die Idee noch ein paar Mal hin und her, aber sie gefiel mir, und schon bald trudelte eine kleine Rotlichtlampe von Ade bei mir ein. Ich testete ein wenig herum und schließlich befand ich, dass der Kuschelliegeplatz auf dem Drucker genau passend erwärmt würde, wenn ich die Lampe gegen die gleich dahinterliegene Wand richten würde und die Wärmestrahlen so quasi nur indirekt auf die Liegefläche, respektive die auf der Liegefläche flauschende Katze fallen.

Ich erwähne lieber nicht, wieviel Zeit, Gefluche und Ausprobiererei nötig waren, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen.

Die Lampe wurde eingestöpselt, sandte brav ihre wärmenden Strahlen aus und ich freute mich. Nun würde jeder meiner Flauschepopos einen warmen Fleck zum fläzen haben; entweder auf der Heizung oder auf dem Schreibtisch unter der Lampe.

Und was ist?

Jetzt kloppen sie sich um den Lampenplatz und keiner will mehr auf die Heizung!




Das Flüff im Rotlichtmillieu




Der Kater lässt sich bekraulen

Sonntag, 8. November 2009

Meiner Mutter Lebensregeln

Meine Weigerung, nach ihren Regeln und Ansichten zu leben, stellt im Dasein meiner Mutter ein permanentes Ärgernis dar. Sie sieht einfach nicht ein, warum ihre renitente Tochter nicht einfach alles so macht, wie sie, MutterKatz, es für richtig hält.

Es gibt Die Bibel nach Biff und jetzt auch Mein Leben Nach MutterKatz:


  • Ich würde nur bei Lidl und Aldi einkaufen, und selbst da nur das billigste Zeug. Scheiß auf Zusatzstoffe, scheiß auf Qualität, scheiß auf Allergien und Unverträglichkeiten: Hauptsache billich!


  • Ich würde bei pelzigem, grünen Hackfleisch, das drei Wochen über MHD ist, orgiastische Anfälle bekommen, denn es wurde im Preis ja so doll runtergesetzt und ist jetzt so entzückend billich!


  • Ich hätte keine Freunde oder Bekannte außerhalb eines Radius' von maximal(!) 15 km. Alles andere verbraucht viel zu viel Sprit und/oder Telefonkosten!


  • Ich würde auch nirgendwo hinfahren. Was das an Sprit kostet!


  • Ich hätte keine Freunde in anderen Ländern, weil, mein Gott ist das TEUER, da was hinzuschicken!!!!


  • Überhaupt würde ich nie etwas per Post versenden, weil das ja so teuer ist. Ich würde auch nie jemandem ein Geschenk machen, weil das ja so teuer ist. Ich würde Geschenke sammeln, die ich selbst bekomme, und die dann weiterverschenken. Oder Gratiswerbegeschenke. Oder Kram, den ich auf der Straße finde. Allein auf den guten Willen kommt es schließlich an!


  • Ich würde meine Plätzchen nur mit den billigsten Zutaten backen. Die müssen schließlich nicht schmecken, die müssen nur verschenkt werden. Allein auf die Tätigkeit des Backens und Verschenkens kommt es an, der Inhalt ist völlig irrelevant.


  • Ich würde davon ausgehen, dass alle Leute um mich herum es schon verstehen werden, dass von mir nie was zurückkommt. Wenn sie mich WIRKLICH MÖGEN, dann verstehen sie das schon und halten mich nicht für einen unverschämten Schmarotzer, neinnein.


  • In meiner Wohnung befänden sich maximal 25 Bücher, davon 23 älter als 15 Jahre. Denn Bücher sind blöd, Zeitverschwendung und nehmen doch eh nur Platz weg.


  • Ich wäre Kindergärtnerin.
    (Das ist jetzt unverständlich für Leute, die mich nicht kennen, während die, die mich kennen, noch die nächsten 10 Minuten brüllend vor Lachen auf den Fußboden herumkugeln werden.)


  • Ich hätte keine Hobbys außer Spazierengehen. In der restlichen Freizeit würde ich daheim sitzen, die Wände anstarren (das ist schön billich) und darauf warten, dass MutterKatz Bedarf an meiner Hilfe hat.


  • Mein höchstes Ziel im Leben wäre es, einen ausgeglichenen gelben Sack zu haben.




Ja, ich sehe schon. Ich hätte so ein schönes Leben, wenn ich nur mal auf MutterKatz hören würde.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Tage wie dieser ...

Gestern war ein toller Tag, der die These, dass immer alles auf einmal kommt, gar wunderbar bestätigte. Schlimm war er ja nicht, so an sich, aber trotzdem.

Es begann damit, dass alles zu früh begann. Ich lege meine Arzttermine gerne auf „ganz früh“ oder „ganz spät“, so dass sie nicht mit meinen Arbeitszeiten kollidieren. Gestern hatte ich den Termin „ganz früh“ ergattert, was bedeutete, dass ich um 7:00 Uhr auf der Matte stehen sollte.

Was wiederum bedeutete, dass ich zu einer Zeit aufstehen musste, zu der selbst meine Katzen noch schlafen und mich mit verärgert-irritierten Blicken bedenken, wenn ich sie durch meine unbotmäßige Wallung zu viel zu früher Stunde aus dem Schlaf reiße. Ja, Mäuseleins, ich hätte es auch gerne vermieden.

Beim Herrn Doktor selbst, der made of awesome ist (im Gegensatz zu seinem Gemeinschaftspraxispartner, bei dem ich zuerst war und den ich für einen arroganten und fachlich zumindest nicht übermäßig beeindruckenden Arsch halte), lief dann alles nett und glatt ab, ich bekam sogar eine Probepackung meines Medikaments*, alles wunderbar.

Um kurz nach 8 war ich schon im Büro und stellte nach dem Hochfahren fest, dass mir jemand um 7:52 Uhr übers Telefon eine Textmessage hinterlassen hatte. Wir haben ja jetzt Internettelefon, das mit dem Rechner vernetzt ist. Seitdem küsse ich jeden Morgen und Abend mein normales Telefon daheim, damit es sich geschätzt fühlt, denn ich weiß jetzt, was ich an ihm habe.

Die Message musste warten, erst wurde Chef unterstützt, der am Nachmittag ein wichtiges Meeting hatte. Das bedeutet, dass bei uns bis zur Minute der Abfahrt noch mit Hochdruck an der Sache gefeilt und vorbereitet wird. Stress, Hektik, Herumgewusel, Chef weg, plötzliche Stille. Tumbleweed.

Danach die Voicemail abgehört. Es war Frau Dr. U., der ich in letzter Zeit immer mal bei Computerproblemen geholfen habe. Sie klang, als wäre ihr PC explodiert, fragte mit stressgepresster Stimme an, ob ich ihr helfen könne, es müsse aber wegen einer Deadline noch heute Abend sein!

Oioioioioi! Ich sah rauchende Computertrümmer vor mir und rief erst mal zurück. Sie erklärte mir, worum es ging. Hauptsächlich darum, dass per Internet über eine Formularseite eine Bewerbung mit mehreren Bildern nach Amiland verschickt werden sollte, die Bilder seien aber zu groß und der Text würde auch nicht übernommen und Centimeter müssten in Inch umgerechnet werden und Euro in Dollar und überhaupt. Ich atmete auf, denn das klang so grundsätzlich nach etwas, das in meinem Kompetenzbereich liegt. So im Gegensatz zu rauchenden Trümmern, ne?

Ich meinte, ich würde gerne am Abend vorbeikommen, könnte aber noch nicht sagen, wann. Denn heute gleich nach der Arbeit müsste ich nach $Weitwegdorf fahren, um meine geliebte Anna mit ihren Winterreifen auszustatten. Ab November fahre ich schließlich wieder wöchentlich durch unwegsame, einsame Feld- und Waldgebiete sowie über die A3, wegen Schulung in $GroßeStadtambreitenFluss, da hätte ich schon gerne wenigstens Winterreifen drauf.

Ja, meinte Frau Dr. U., das sei völlig in Ordnung. Sie hätte zwischen 18 und 19 Uhr mal eine Stunde Leerlauf, von 19 Uhr bis 20 Uhr noch einen Klienten und danach wäre es dann egal, da sei sie immer da, ich solle einfach kommen, wann und wie ich könne.

Ich bin nun kein übermäßig großer Organisator und hielt es schon für eine herausragende Leistung meinerseits, zwei Termine, Arzt und Winterreifen, zu jonglieren. Nun war da noch, ganz kamikazemäßig, ein dritter Termin in die Tagesplanung gesprungen. Meine MPG regten sich, ich konnte es genau spüren.

Nach der Arbeit fuhr ich dann nach §Weitwegdorf, wo MutterKatz' ehemaliger Arbeitskollege eine Reifenhandlung mit kleiner Werkstatt hat. Dort war vor mir noch ein Auto dran und ich durfte mich eine Stunde lang durch die verschiedensten Katzen des Hofes kraulen. Haaaaaaaaaaaaaaach!

Dann wurde Anna neu bereift, vom Frauchen des Vorgängerautos ausgiebig bewundert („Was für ein schönes Auto“ – „Ja, ganz die Mama.“ ) und kurz nach 18 Uhr konnte ich schon wieder Richtung Heimat Frau Dr. U. fahren.

Dort angekommen, es war schon 18:30 Uhr, führte sie mich an den PC und erklärte mir, was und wie und wo. Ich merkte, das würde zwar nicht wirklich schwer, aber doch langwierig werden. Wir fingen an und als der letzte Klient des Tages kam, waren wir zumindest schon so weit, dass ich alleine weitermachen konnte. Kurz nach 8, der Klient ging grade, haben wir gemeinsam noch schnell gecheckt, ob alles so passt und die Sache abgeschlossen. YAY! FrauKatz, Retterin der Enterbten!

Dann um 8:30 Uhr nach Hause, die Katzen hatten schließlich Hunger und schon angefangen, die Teppichfusseln auf Schmackhaftigkeit zu überprüfen.

Katzen gefüttert.

Abendessen gemacht.

Kurz noch Unsinn im Internet geschrieben.

Ins Bett gefallen. Plumps.

Meineherren, war ich fertig. Gut, für andere ist das ein ganz normaler Tag. Klar. Aber ich bin erstens sensibel und zweitens ruhebedürftig, so.

Heute mache ich jedenfalls gar nichts! Basta!

_ _ _ _ _
*teuer, notwendig und die Krankenkasse zahlt es nicht

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Das Pixar-Intro mal anders

Was wirklich geschah:

Star Trek condensed

Star Trek (der Film, ne, also der mit den ganzen Lensflares, siewissenschon) mal eben kurz zusammengefasst.


Teeehehehehehee.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Home sweet home



Es ist irgendwie seltsam. Und das Video erst! Und doch ... und doch ... es hat was.

(Konsum-)Widerstand ist zwecklos

Ich erinnere mich noch an Zeiten, da wollte ich keine EC-Karte. Ich wollte das Geld, das ich ausgebe, in der Hand halten und sehen, jawoll.

Das hat sich dann irgendwann erledigt, nachdem ich tatsächlich genug Geld hatte, um mehr als, sagen wir mal, zwei Bücher im Monat zu kaufen. Dafür ging mein Taschengeld nämlich immer drauf.

Bis vor kurzem war dann aber die EC-Karte die einzige Möglichkeit für mich, unbar zu zahlen. Gut, das war immer etwas schwierig, wenn man sich bei Sixt ein Auto mieten wollte, aber wann wollte ich das schon?

Nun bin ich aber eine mündige Internetbürgerin und als solcher liegen mir Warenangebote aus aller Welt zu Füßen. Dass ich dem jahrelang trotzte, kann man schon unter „ungewöhnlich entwickelter Selbstbeherrschung“ verbuchen finde ich.

Doch auch hier kam die Zeit des Wandels, und nun habe ich auch eine Kreditkarte. Bislang habe ich sie genau für zwei Läden gebraucht: Amazon.co.uk (curse you!) und Amazon.com. Infolgedessen werde ich mittlerweile mit Newslettern von allen drei Amazons überhäuft. Das deutsche Amazon will mir 3 DVDs zum Preis von 2 verkaufen, das britische hat Serienboxen reduziert (FrauKatz: Save up to 60% on DVD box sets) und aus Amerika kommt das folgende Angebot „Save 10% at Amazon.com on "An Ordinary Killer" on DVD“. ... okay, das ist dann schon sehr speziell.

Trotzdem. Muss über Selbstbeherrschung meditieren. Muss über Selbstbeherrschung meditieren. Muss über Selbstbeherrschung meditieren. Muss über ... *ping* ... oh, die Packstation! Das müssen mein Lichtwecker und die Wikingernonnenhebamme von Amazon sein.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Halbgötter in Weiß

Woran erkennt man, dass der grade konsultierte Arzt nicht wirklich an dem eigenen Problem interessiert ist?

A) Er rennt ins Behandlungszimmer, guckt an einem vorbei, stöhnt erst einmal demonstrativ, lässt sich in seinen Stuhl fallen und kommt dann erst auf die Idee, mal kurz „Hallo“ zu sagen.

B) Er guckt die ganze Zeit, als würde gleich aufgrund von Ennui ins Wachkoma fallen.

C) Wenn man ihm sagt, warum man hier ist, liest er erst einmal 10 Minuten lang irgendwelche Informationen in seinem Computer, teilt einem völlig uninteressante Dinge mit und fällt vor Überdruss fast von Stuhl.

D) Dass er bei der ersten Konsultation sagte, das Mittel bräuchte 3 Monate um zu wirken gilt auf einmal nicht mehr, wenn man nach drei Monaten unzufrieden ist; jetzt braucht das Mittel auf einmal mindestens(!) 6 Monate, bevor man Resultate sieht.

E) Wenn man mit der momentanen Behandlung nicht ganz zufrieden ist und die recherchierten Alternativen anspricht, druckt er 5 Zettel mit nochmal völlig anderen Medikamenten aus und erklärt, von murmelndem Gebrummel abgesehen, nicht, worum es sich handelt.

F) Denn wenn man Internet habe, dann könne man das alles doch gefälligst selbst recherchieren und müsse ihn nicht damit belästigen.

G) Wenn man sich dann per „Auf welchen Zettel der Kater die Spielmaus fallen lässt, die Behandlung probiere ich mal“ entscheidet, könne man ja kommen und er würde es dann verschreiben.

H) Auf Privatrezept.

I) Auch, wenn es so verschrieben werden könnte.

J) Wenn man noch Fragen hat, ist das schon wieder viel zu aufwändig und er rennt mitten im Satz des Patieten mit einem „Auf Wiedersehen“ aus dem Zimmer.


Wenn Sie mehr als zwei Punkte angekreuzt haben, dann sollten Sie den Arzt wechseln.

Wenn sie alle Punkte angekreuzt haben sind Sie FrauKatz, der eigentlich der Friedensnobelpreis verliehen gehört, weil sie trotz alledem davon absah, diesen §$%&#* mit ihrem blau-grün-schottenkarierten Ausziehminiregenschirm zu erschlagen.

Dienstag, 29. September 2009

Donnerstag, 24. September 2009

Kaffee!

Ich bin schon wieder verliebt.

In eine Tasse.

Pffgnihihihihi. Ich muss doch mal anfangen, Kaffee zu trinken. Oder ich fülle sie ganz nonkonformistisch mit Tee. Ich bin mir fast sicher, dass das auch geht.

Pfeehehehehehehe. Die Dinotasse ist auch gut.

Dienstag, 22. September 2009

Liebe auf die erste Lesung

Ich bin verliebt.

In den Verfasser eines Blogartikels.

Deswegen.

„Gestalterische Extras.“ Pfgnihihihihi. :-D

Donnerstag, 17. September 2009

Sag mir, wo die Soldaten sind

Frank-Walter Steinmeier hat mir geschrieben!

Einen Brief!
Er nennt mich in der Anrede „Liebe Leserin, Lieber Leser" und grüßt mich unten herzlich.

Normalerweise lasse ich mich ja nicht von fremden Männern einfach so anschreiben, aber durch mein gestriges Erlebnis mit dem Wahlplakat bin ich momentan für die politische Lage unseres Landes sensibilisiert. Vielleicht schreibt Herr Steinmeier ja etwas über die Soldaten und wo sie sind, wenn nicht hier. Würde mich interessieren.

Aber leider leider spricht er nur von klaren Grenzen, mehr Kontrolle und besserer Aufsicht, sozialem Zusammenhalt, wirtschaftlicher Stärke, Mitbestimmung, Mindestlöhnen und noch so Krams. Das bringt mich in der Soldatenfrage nun auch nicht weiter.

Aber unten, im vorletzten Absatz, sagt er was über sichere Renten. Da muss ich lachen.

Ein kluger Mann, der Herr Steinmeier. Der weiß, mit Humor sammelt man Stimmen.

Aber was mit den Soldaten jetzt ist, weiß ich immer noch nicht.

Männo.

Erkenntnisse eines weltfremden Schöngeistes

Dass es sich bei mir um einen solchen handelt, dürfte hinreichend bekannt sein.

Ich lese keine Zeitung, ich sehe nicht fern, ich besuche keine Massenveranstaltungen. Morgens höre ich Radio, das reicht, um alle wirklich wichtigen Dinge wie das Dahinscheiden vom MJ mitzubekommen. Sollten dann doch mal die Russen/Chinesen/Aliens bei uns einmarschieren, wird mich schon jemand anrufen und Bescheid sagen.

Gestern trottete ich halbenergisch nach Feierabend und der Auswahl eines neuen PCs (das wird noch einen Eintrag voller gotteslästerlicher Flüche nach sich ziehen) nach Hause und erfreute meinen Geist an den lustig alle 3 Meter in die Gegend dekorierten Wahlplakaten. Ja, dass eine Wahl ansteht, eine wichtige Wahl, habe selbst ich mitbekommen.

Nun stehe ich gestern gegen 18:03 Uhr an der Ampel und warte darauf, dass sie grün wird, als mein Blick auf ein Wahlplakat fällt. Partei habe ich vergessen. Jedenfalls steht da sowas drauf wie „Holt unsere Soldaten zurück!“

Und ich denke mir „Ach, wie, die sind weg?“

Kannste mal sehen, so eine Wahl kann sogar noch bilden.

Dann wird die Ampel grün und ich laufe los, die Katzen haben schließlich Hunger.

Donnerstag, 10. September 2009

Eine Katze läuft zu


  • Die Katze darf nicht ins Haus.

  • Ok, die Katze darf ins Haus, aber nur in bestimmte Zimmer.

  • Die Katze darf in alle Zimmer, muss aber von den Möbeln wegbleiben.

  • Die Katze darf nur an die alten Möbel gehen.

  • Gut, die Katze darf an alle Möbel gehen, darf aber nicht mit den Menschen im Bett schlafen.

  • Ok, die Katze darf im Bett schlafen, aber nur mit Erlaubnis.

  • Die Katze darf immer im Bett schlafen wenn sie will, aber nicht unter der Decke.

  • Die Katze darf nur mit Erlaubnis unter der Decke schlafen.

  • Die Katze darf jede Nacht unter der Decke schlafen.

  • Die Menschen müssen um Erlaubnis fragen, wenn sie mit unter die Decke wollen.

Mittwoch, 9. September 2009

Hachja

Wenn ein Mann zu mir sagt, „Ich finde sie schön.", dann ist das Balsam für die zerkratzte Seele.

Hachja.





Auch, wenn er nur meine Site meinte.
Aber soweit kommt's noch, dass ich mir von der Realität mein Leben ruinieren lasse!

 

Sonntag, 6. September 2009

Das sind nie im Leben 20 cm!

Wenn man jung ist, dann nimmt man die Dinge einfach so hin, denn sie sind, wie sie sind, und man kennt es ja nicht anders.

Dann, schleichend, kaum bemerkbar zuerst, wird man älter. Je älter man wird, desto mehr Erinnerungen sammeln sich an, und mit den Erinnerungen kommen die Vergleiche.

„Nanu? War in der Pringels-Packung früher nicht mehr drin?" (Ja.)

„Hm, ist die Müllermilch kleiner geworden?" (Ja.)

„Mir deucht, die Plastiktrenndinger zwischen den Keksen haben an Platzbedarf zugenommen, während die Anzahl der Kekse rapide zurückging." (Joh.)

Kurz, man bemerkt, so man noch ein Fünkchen Aufmerksamkeit in sich trägt, dass man peu à peu einen immer höheren Preis für immer kleinere Leistung zahlt. Diese „Merkt ja eh keiner"-Mentalität ist nun auch schon in Bereiche vorgedrungen, wo ich sie erst mal nicht erwartet hätte.

Ich sah mich in den letzten Wochen gezwungen, mir neue Kopfhörer zu besorgen, sowohl für meinen mp3-Player als auch für allgemeine Computerdinge. Die jeweiligen Vorgänger hatten schon gut einige Jahre auf dem Buckel und waren entweder kaputt oder standen, wie eine gewisse Zerfusselung andeutete, kurz davor.

Die neuen Kopfhörer sind auch recht nett, nur stellte ich bei beiden fest, dass sie deutlich kürzere Kabel haben als ihre Vorgänger.

Den Computerkopfhörer kann ich grade mal eben so an den normalen Lautsprecher anschließen, einen kleinen Aktionsradius bis zum Ende des Schreibtisches, wie beim Vorgänger (gleicher Hersteller, übrigens), habe ich nicht mehr. Würde ich dat Krams direkt am Rechner anschließen wollen, ich müsste mir den Tower für die Zeit der Benutzung wahrscheinlich auf den Schoß stellen.
Da sitzen aber traditionell die Katzen.
Alles sehr ärgerlich.

Gleicher Effekt beim mp3-Kopfhörer. Sobald ich eine Hose mit etwas tieferen Taschen trage und den Kopf ein wenig aus der absoluten Senkrechten fortbewege, erhebt sich die gesamte Gerätschaft vom Hosentaschenboden und baumelt an meinen Ohren, von dem Gekrümpfel meines Oberteils über der Tasche aufgrund von Kabelknappheit ganz zu schweigen.
Ich finde wirklich, Sennheiser könnte eine Größenwarnung auf seine Produkte kleben: „Achtung, nicht benutzen, wenn Sie größer als 1,70m sind!" oder dergleichen.

Schon alleine aus Trotz werde ich mir keine Verlängerungskabel kaufen. Da guckt ihr doof, ihr Marketingluschen, hä? Und wenn ich irgendwann inmitten steil emporragender Techniksäulen sitze, mit jeder Gerätschaft durch ein Kabel von 30 cm verbunden, dann soll mir das auch recht sein!

Mit mir nicht! Und gnade euch Merkur, wenn ich mal eine Marke finde, die tatsächlich noch angenehm benutzbare Kabel an ihre Produkte stöpselt! Dann guckt ihr aber schnell blöd aus der Wäsche! Ha!

Samstag, 5. September 2009

Erdrutsch

Heilerde. Man kann sie einnehmen, als Pulver oder als Kapsel, oder man kann sie anrühren und sich ins Gesicht (oder sonstwohin) schmieren. Aus krankheitlichen Gesundheitsgründen brauche ich dat Krams, und als sich meine Packung zur Neige neigte, genauer gesagt, überraschend als leer erwies, machte ich mich auf den Weg, neue zu besorgen.

Allerdings wollte ich nicht zu weit fahren, denn ich hatte noch viiiieeeeel zu erledigen. Also versuchte ich es im Kupsch neben der Packstation.

Hatten sie nicht.

Hm, dachte ich mir, was wäre denn noch in der Nähe? Die Stadtviertelapotheke und, gleich daneben, ein böser Schlecker. Ich stieg ins Auto und fuhr zur Apotheke. Zu. Schlecker daneben: auch zu. Kein Wunder, es war schließlich schon 13:32 Uhr und die Uhren ticken bei uns in den Stadtvierteln noch so, wie sie es schon vor 20 Jahren taten. Das bedeutet, um 13:00 Uhr ist Samstags Schluss, Aus, Ende, Basta!

Aus Trotz fuhr ich dann zum tegut am anderen Pöppes der Stadt, weil ich mich zu erinnern meinte, die Heilerde da schon mal gesehen zu haben. Außerdem könnte ich ja gleich noch Feldsalat und Ananas mitnehmen, wenn ich schon mal da wäre.

Ich biege um die Ecke und sehe die Waschbär-Autowaschanlage. Ach, denke ich mir, wenn ich schon mal in der Gegend bin, könnte ich eigentlich gleich das Auto waschen.
Und aussaugen.

Später im tegut, nach dem energischen Autoschrubben, stelle ich fest, dass es nur Heilerde zum Einnehmen gibt. Will ich aber nicht. Ich will mir Dreck ins Gesicht schmieren, nicht in den Magen-Darm-Trakt.

Ich soifze innerlich und beschließe, dann doch nochmal bei dm vorbeizuschauen. Nur, was ist, wenn dm aus unerfindlichen Gründen nun auch keinen Dreck hat? Wenn Dreck aus ist, weil Bayern 3 sein Dorffest hier in der Gegend abhält (Knetzgau) und eine Dreckparty schmeißt? Dann stehe ich nach Kupsch, Apotheke, Schlecker und tegut dumm vor dem dm und bin noch immer drecklos! Welch ein Los!
Und ich brauche den Dreck, aktuell grade sogar wirklich dringend.

So beschließe ich, dann eben vorsichtshalber das ultrafeine Dreckpulver zum Einnehmen einzupacken und es mir zur Not eben doch, rebellisch und nonkonformistisch wie ich bin, ins Gesicht zu schmieren.

Dann gehe ich zur Kasse und bezahle Ananas, Feldsalat, die Heilerde zum Einnehmen und drei Äpfel. Es kommt zu einer halbamüsanten Verwicklung, als ich vergesse, den Warentrenner vor mein Zeug zu legen und die Kassenfachkraft aus Versehen meinen Feldsalat noch der Kundin vor mir über den Scanner zieht.

Gestern war Vollmond. Im Zweifelsfalls ist immer sowas für sowas verantwortlich. Oder das Wetter.

Im Anschluss geht es dann Richtung dm. Ganz unten in der zweiten Regalreihe auf der Ladeneinwärtsseite stehen die verschiedenen Varianten Dreck und es ist tatsächlich noch eine Packung äußerlicher Dreck vorhanden! Götterfunken!

Ich schubse eine Oma mit Rollator aus dem Weg, stürze mich auf die letzte Schachtel und fühle mich vage an ein ganz ähnliches Erlebnis in einem Plus erinnert.

Jetzt habe ich innerlichen und äußerlichen Dreck (der sich ohnehin wahrscheinlich nur durch den Feinmahlungsgrad unterscheidet, aber wenn auf der Packung innerlich steht, dann kann man sich das Gedöns als aufrechter Bürger doch nicht einfach ins Gesicht schmieren! Das geht doch nicht!) und werde mir gleich ein wenig äußerlichen Dreck ins Gesicht schmieren, auf dass er seine üblichen Wunderdinge tue.

Und wehe, wenn nicht. Denn die nächste Woche gibt es Noten, und wenn die Heilerde nicht wirkt, dann kann ich auch meinen Dozenten nicht anboingen und wenn ich meinen Dozenten nicht anboingen kann, dann muss ich am Ende noch richtig was leisten, um gute Noten zu bekommen.

Ja pfui!