Dienstag, 29. September 2009

Donnerstag, 24. September 2009

Kaffee!

Ich bin schon wieder verliebt.

In eine Tasse.

Pffgnihihihihi. Ich muss doch mal anfangen, Kaffee zu trinken. Oder ich fülle sie ganz nonkonformistisch mit Tee. Ich bin mir fast sicher, dass das auch geht.

Pfeehehehehehehe. Die Dinotasse ist auch gut.

Dienstag, 22. September 2009

Liebe auf die erste Lesung

Ich bin verliebt.

In den Verfasser eines Blogartikels.

Deswegen.

„Gestalterische Extras.“ Pfgnihihihihi. :-D

Donnerstag, 17. September 2009

Sag mir, wo die Soldaten sind

Frank-Walter Steinmeier hat mir geschrieben!

Einen Brief!
Er nennt mich in der Anrede „Liebe Leserin, Lieber Leser" und grüßt mich unten herzlich.

Normalerweise lasse ich mich ja nicht von fremden Männern einfach so anschreiben, aber durch mein gestriges Erlebnis mit dem Wahlplakat bin ich momentan für die politische Lage unseres Landes sensibilisiert. Vielleicht schreibt Herr Steinmeier ja etwas über die Soldaten und wo sie sind, wenn nicht hier. Würde mich interessieren.

Aber leider leider spricht er nur von klaren Grenzen, mehr Kontrolle und besserer Aufsicht, sozialem Zusammenhalt, wirtschaftlicher Stärke, Mitbestimmung, Mindestlöhnen und noch so Krams. Das bringt mich in der Soldatenfrage nun auch nicht weiter.

Aber unten, im vorletzten Absatz, sagt er was über sichere Renten. Da muss ich lachen.

Ein kluger Mann, der Herr Steinmeier. Der weiß, mit Humor sammelt man Stimmen.

Aber was mit den Soldaten jetzt ist, weiß ich immer noch nicht.

Männo.

Erkenntnisse eines weltfremden Schöngeistes

Dass es sich bei mir um einen solchen handelt, dürfte hinreichend bekannt sein.

Ich lese keine Zeitung, ich sehe nicht fern, ich besuche keine Massenveranstaltungen. Morgens höre ich Radio, das reicht, um alle wirklich wichtigen Dinge wie das Dahinscheiden vom MJ mitzubekommen. Sollten dann doch mal die Russen/Chinesen/Aliens bei uns einmarschieren, wird mich schon jemand anrufen und Bescheid sagen.

Gestern trottete ich halbenergisch nach Feierabend und der Auswahl eines neuen PCs (das wird noch einen Eintrag voller gotteslästerlicher Flüche nach sich ziehen) nach Hause und erfreute meinen Geist an den lustig alle 3 Meter in die Gegend dekorierten Wahlplakaten. Ja, dass eine Wahl ansteht, eine wichtige Wahl, habe selbst ich mitbekommen.

Nun stehe ich gestern gegen 18:03 Uhr an der Ampel und warte darauf, dass sie grün wird, als mein Blick auf ein Wahlplakat fällt. Partei habe ich vergessen. Jedenfalls steht da sowas drauf wie „Holt unsere Soldaten zurück!“

Und ich denke mir „Ach, wie, die sind weg?“

Kannste mal sehen, so eine Wahl kann sogar noch bilden.

Dann wird die Ampel grün und ich laufe los, die Katzen haben schließlich Hunger.

Donnerstag, 10. September 2009

Eine Katze läuft zu


  • Die Katze darf nicht ins Haus.

  • Ok, die Katze darf ins Haus, aber nur in bestimmte Zimmer.

  • Die Katze darf in alle Zimmer, muss aber von den Möbeln wegbleiben.

  • Die Katze darf nur an die alten Möbel gehen.

  • Gut, die Katze darf an alle Möbel gehen, darf aber nicht mit den Menschen im Bett schlafen.

  • Ok, die Katze darf im Bett schlafen, aber nur mit Erlaubnis.

  • Die Katze darf immer im Bett schlafen wenn sie will, aber nicht unter der Decke.

  • Die Katze darf nur mit Erlaubnis unter der Decke schlafen.

  • Die Katze darf jede Nacht unter der Decke schlafen.

  • Die Menschen müssen um Erlaubnis fragen, wenn sie mit unter die Decke wollen.

Mittwoch, 9. September 2009

Hachja

Wenn ein Mann zu mir sagt, „Ich finde sie schön.", dann ist das Balsam für die zerkratzte Seele.

Hachja.





Auch, wenn er nur meine Site meinte.
Aber soweit kommt's noch, dass ich mir von der Realität mein Leben ruinieren lasse!

 

Sonntag, 6. September 2009

Das sind nie im Leben 20 cm!

Wenn man jung ist, dann nimmt man die Dinge einfach so hin, denn sie sind, wie sie sind, und man kennt es ja nicht anders.

Dann, schleichend, kaum bemerkbar zuerst, wird man älter. Je älter man wird, desto mehr Erinnerungen sammeln sich an, und mit den Erinnerungen kommen die Vergleiche.

„Nanu? War in der Pringels-Packung früher nicht mehr drin?" (Ja.)

„Hm, ist die Müllermilch kleiner geworden?" (Ja.)

„Mir deucht, die Plastiktrenndinger zwischen den Keksen haben an Platzbedarf zugenommen, während die Anzahl der Kekse rapide zurückging." (Joh.)

Kurz, man bemerkt, so man noch ein Fünkchen Aufmerksamkeit in sich trägt, dass man peu à peu einen immer höheren Preis für immer kleinere Leistung zahlt. Diese „Merkt ja eh keiner"-Mentalität ist nun auch schon in Bereiche vorgedrungen, wo ich sie erst mal nicht erwartet hätte.

Ich sah mich in den letzten Wochen gezwungen, mir neue Kopfhörer zu besorgen, sowohl für meinen mp3-Player als auch für allgemeine Computerdinge. Die jeweiligen Vorgänger hatten schon gut einige Jahre auf dem Buckel und waren entweder kaputt oder standen, wie eine gewisse Zerfusselung andeutete, kurz davor.

Die neuen Kopfhörer sind auch recht nett, nur stellte ich bei beiden fest, dass sie deutlich kürzere Kabel haben als ihre Vorgänger.

Den Computerkopfhörer kann ich grade mal eben so an den normalen Lautsprecher anschließen, einen kleinen Aktionsradius bis zum Ende des Schreibtisches, wie beim Vorgänger (gleicher Hersteller, übrigens), habe ich nicht mehr. Würde ich dat Krams direkt am Rechner anschließen wollen, ich müsste mir den Tower für die Zeit der Benutzung wahrscheinlich auf den Schoß stellen.
Da sitzen aber traditionell die Katzen.
Alles sehr ärgerlich.

Gleicher Effekt beim mp3-Kopfhörer. Sobald ich eine Hose mit etwas tieferen Taschen trage und den Kopf ein wenig aus der absoluten Senkrechten fortbewege, erhebt sich die gesamte Gerätschaft vom Hosentaschenboden und baumelt an meinen Ohren, von dem Gekrümpfel meines Oberteils über der Tasche aufgrund von Kabelknappheit ganz zu schweigen.
Ich finde wirklich, Sennheiser könnte eine Größenwarnung auf seine Produkte kleben: „Achtung, nicht benutzen, wenn Sie größer als 1,70m sind!" oder dergleichen.

Schon alleine aus Trotz werde ich mir keine Verlängerungskabel kaufen. Da guckt ihr doof, ihr Marketingluschen, hä? Und wenn ich irgendwann inmitten steil emporragender Techniksäulen sitze, mit jeder Gerätschaft durch ein Kabel von 30 cm verbunden, dann soll mir das auch recht sein!

Mit mir nicht! Und gnade euch Merkur, wenn ich mal eine Marke finde, die tatsächlich noch angenehm benutzbare Kabel an ihre Produkte stöpselt! Dann guckt ihr aber schnell blöd aus der Wäsche! Ha!

Samstag, 5. September 2009

Erdrutsch

Heilerde. Man kann sie einnehmen, als Pulver oder als Kapsel, oder man kann sie anrühren und sich ins Gesicht (oder sonstwohin) schmieren. Aus krankheitlichen Gesundheitsgründen brauche ich dat Krams, und als sich meine Packung zur Neige neigte, genauer gesagt, überraschend als leer erwies, machte ich mich auf den Weg, neue zu besorgen.

Allerdings wollte ich nicht zu weit fahren, denn ich hatte noch viiiieeeeel zu erledigen. Also versuchte ich es im Kupsch neben der Packstation.

Hatten sie nicht.

Hm, dachte ich mir, was wäre denn noch in der Nähe? Die Stadtviertelapotheke und, gleich daneben, ein böser Schlecker. Ich stieg ins Auto und fuhr zur Apotheke. Zu. Schlecker daneben: auch zu. Kein Wunder, es war schließlich schon 13:32 Uhr und die Uhren ticken bei uns in den Stadtvierteln noch so, wie sie es schon vor 20 Jahren taten. Das bedeutet, um 13:00 Uhr ist Samstags Schluss, Aus, Ende, Basta!

Aus Trotz fuhr ich dann zum tegut am anderen Pöppes der Stadt, weil ich mich zu erinnern meinte, die Heilerde da schon mal gesehen zu haben. Außerdem könnte ich ja gleich noch Feldsalat und Ananas mitnehmen, wenn ich schon mal da wäre.

Ich biege um die Ecke und sehe die Waschbär-Autowaschanlage. Ach, denke ich mir, wenn ich schon mal in der Gegend bin, könnte ich eigentlich gleich das Auto waschen.
Und aussaugen.

Später im tegut, nach dem energischen Autoschrubben, stelle ich fest, dass es nur Heilerde zum Einnehmen gibt. Will ich aber nicht. Ich will mir Dreck ins Gesicht schmieren, nicht in den Magen-Darm-Trakt.

Ich soifze innerlich und beschließe, dann doch nochmal bei dm vorbeizuschauen. Nur, was ist, wenn dm aus unerfindlichen Gründen nun auch keinen Dreck hat? Wenn Dreck aus ist, weil Bayern 3 sein Dorffest hier in der Gegend abhält (Knetzgau) und eine Dreckparty schmeißt? Dann stehe ich nach Kupsch, Apotheke, Schlecker und tegut dumm vor dem dm und bin noch immer drecklos! Welch ein Los!
Und ich brauche den Dreck, aktuell grade sogar wirklich dringend.

So beschließe ich, dann eben vorsichtshalber das ultrafeine Dreckpulver zum Einnehmen einzupacken und es mir zur Not eben doch, rebellisch und nonkonformistisch wie ich bin, ins Gesicht zu schmieren.

Dann gehe ich zur Kasse und bezahle Ananas, Feldsalat, die Heilerde zum Einnehmen und drei Äpfel. Es kommt zu einer halbamüsanten Verwicklung, als ich vergesse, den Warentrenner vor mein Zeug zu legen und die Kassenfachkraft aus Versehen meinen Feldsalat noch der Kundin vor mir über den Scanner zieht.

Gestern war Vollmond. Im Zweifelsfalls ist immer sowas für sowas verantwortlich. Oder das Wetter.

Im Anschluss geht es dann Richtung dm. Ganz unten in der zweiten Regalreihe auf der Ladeneinwärtsseite stehen die verschiedenen Varianten Dreck und es ist tatsächlich noch eine Packung äußerlicher Dreck vorhanden! Götterfunken!

Ich schubse eine Oma mit Rollator aus dem Weg, stürze mich auf die letzte Schachtel und fühle mich vage an ein ganz ähnliches Erlebnis in einem Plus erinnert.

Jetzt habe ich innerlichen und äußerlichen Dreck (der sich ohnehin wahrscheinlich nur durch den Feinmahlungsgrad unterscheidet, aber wenn auf der Packung innerlich steht, dann kann man sich das Gedöns als aufrechter Bürger doch nicht einfach ins Gesicht schmieren! Das geht doch nicht!) und werde mir gleich ein wenig äußerlichen Dreck ins Gesicht schmieren, auf dass er seine üblichen Wunderdinge tue.

Und wehe, wenn nicht. Denn die nächste Woche gibt es Noten, und wenn die Heilerde nicht wirkt, dann kann ich auch meinen Dozenten nicht anboingen und wenn ich meinen Dozenten nicht anboingen kann, dann muss ich am Ende noch richtig was leisten, um gute Noten zu bekommen.

Ja pfui!

Mittwoch, 2. September 2009

Ein offener Brief an mein Hirn

Liebes Dings in meinem Kopf, das aussieht wie eine Walnuss,

ich weiß, Du hast in letzter Zeit viel Arbeit gehabt. Viel Stress. Es war anstrengend und Du bist wahrscheinlich noch damit beschäftigt, das ganze Zeug, das ich seit Wochen in Dich reinstopfe, irgendwie irgendwo unterzubringen.
Du rennst vor den Hirnregalen hektisch hin und her, in Deinen Armen riesige Stapel von Arrays, Switches, Extensions, TS-Fragmenten und Troubleshootingstrategien, murmelst wirr vor Dich hin und quetschst wahllos Dinge zwischen andere Dinge, hauptsache, sie sind erst mal verstaut, ich sehe Dich bildlich vor mir.

Kein Thema.

Ich verstehe, dass Du, besonders in der Früh, grade noch den „Sind alle potenziell kritischen Körperteile mit Stoff umhüllt?"-Check hinbekommst und nicht viel mehr.

Trotzdem möchte ich Dir noch ein paar kleine Ratschläge mitgeben, wie Du durch ein paar kleine Handlungen im Morgengrauen den Tag für den Rest von uns viel erfolgreicher gestalten kannst.


  1. Bevor wir das Haus verlassen, lass uns nochmal ins Schlafzimmer gehen und, ja, weiß nicht, das Bett machen und das Fenster schließen vielleicht.

  2. Wenn Du an die Tüte mit leeren Gläsern, die entsorgt werden müssen, denkst, dann denk doch bitte auch an die Wasserflasche, die uns über den Tag hilft. Alle 5 Minuten ins Damenklo zu rennen, um den jämmerlich dünnen Kaffeeautomatenplastikbecher mit Wasser zu füllen, führt über kurz oder lang zu einem Kollegenlynchmob.

  3. Mach was mit den Haaren. Der Bett-Zopf ist nach einer Nacht konfuser Träume nicht mal mehr der Flauschekatze unten im Garten zuzumuten.

  4. Die Tabletten müssen eine halbe Stunde vor der ersten Nahrungsaufnahme geschluckt werden. Nach drei Tagen Vergesslichkeit wird's langsam kritisch, just saying.

  5. Und, ganz wichtig: Deo wäre eine wirklich, wirklich gute Idee.



Danke für Deine Aufmerksamkeit und auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit,

Dein Restmensch
FrauKatz

P.S. Das Phantasieren während langweiliger Unterrichtsminuten bitte beibehalten. Sehr kurzweilig. :daumenhoch:

Was man liebt, muss man loslassen können

Ein großer Satz, der aber auch im Kleinen gilt, denn würde der Satz nur für große, bedeutsame und wichtige Dinge und Angelegenheiten des Lebens gelten, nicht aber für die vielen kleinen Fusseldinge, dann wäre er nicht groß sondern ein eingebildeter Satz-Fatzke, der sich für wichtiger hält als er ist.

Nach dieser großartig-philosophischen Einleitung wage ich nun zum eigentlichen Thema des Eintrags vorzustoßen: meinen Fingernägeln.

Jawoll.

Ich bin normalerweise mit Fingernägeln der „also dat is ja ma gar nüscht, da solltense sich künstliche draufbabben"-Varietät bestückt. Ist aber auch recht praktisch, denn ich muss sie nicht kurz halten, das machen sie schon von ganz alleine, sobald sie eine ungeheure Länge von mehr als drei Millimetern erreichen.

Nun haben es sich meine Fingernägel aber in den letzten Wochen in den Kopf gesetzt, wachsen zu wollen. Ich beobachtete dieses ungewohnte Ansinnen eine Zeitlang und wartete auf das Unvermeidliche: Hängenbleiben, Einreißen, Pandämonium.

Und wartete, und wartete, und wartete noch ein bisschen länger, während die Dinger wuchsen und wuchsen und dabei fest und entzückend blieben. Schließlich waren sie so lang, dass ich mit dem linken kleinen Finger ständig auch noch die Taste schräg rechts gegenüber drückte und noch immer wollten die sturen Fingernägel nicht klein beigeben.

Ich war fasziniert. Doch nun stand ich vor einer Entscheidung: sollte ich mir die Krallen (Rwwaarr!) stutzen und endlich wieder sauber tippen können? Oder lege ich es darauf an und warte, bis ich nun endlich doch irgendwo hängenbleibe, autsch? Aber sie waren lang! Und schön! Und lang! Und toll und fest und wunderbar und wohltönend und energisch klingend beim auf-dem-Tisch-herumtrommeln und LANG! Sie waren lang!

Ich wollte sie behalten! Pfeif auf Rechtschreibung und ordentliche Tippfähigkeit! Meins! Haben! Lang!

... ich habe sie dann gestern Abend doch gekürzt. Ich bin ja vernümpftig* und überhaupt habe ich die Hoffnung, dass sie wieder wachsen. Außerdem bin ich nicht mehr so geschickt mit den Füßen, wie ich mich erinnerte es zu sein. Muss mal wieder üben, Maus geht ja grade noch, aber tippen war die reinste Katastrophe.

Und wehe, WEHE wenn die Dingers jetzt nicht ordentlich weiterwachsen sondern wieder Sperenzchen machen. Dann finde ich euer Dorf und dann könnt ihr was erleben!

_ _ _ _ _
* sic