Montag, 17. Mai 2010

Es sind die kleinen Dinge

Ich mag hellblaue Spannbettlaken. So richtig himmelblaue. Die machen das Schlafzimmer hell und freundlich und man legt sich gerne hinein ins Bett. Hach. Himmelblaue Spannbettlaken.

Gestern bezog ich das Bett neu und, es mag die vorwitzig immer mal für Sekunden durch die Wolken lugende Frühlingssonne gewesen sein, mir war nach Abwechslung. Also bezog ich das Bett mit einem dunkelblauen Spannbettlaken. Auch sehr schön. Aber ...

Der Fehler meines Tuns wurde mir des Nächtens bewusst. Wenn ich die Einnahme meiner Mittagsration Pillchen und Tablettchen verschussele und sie erst Nachmittags oder gar gegen Abend einnehme, erwartet mich dank des Diurethikums Nachts ein bisschen Bewegung.

Dafür mache ich das Licht nicht an. Erstens kenne ich KatzLand wie meine Westentasche und Zweitens sendet das Licht „Zeit zum Aufstehen!“-Impulse ans Hirn (weswegen mein Lichtwecker so wunderbar funktioniert), das sich danach länger verwirrt zeigt, wenn's nach 5 Minuten Licht dann doch wieder schlafen soll. Also bleibt das Licht aus.

Nun schlafen die Katzen gerne mal bei mir im Bett. Verstehe ich, ich schlafe auch gerne im Bett, so im Gegensatz zur Badewanne oder der Küchenarbeitsplatte. Es ist weich und kuschelig und seitdem ich meine Teenagergewohnheit des Essens im Bett abgelegt habe, laufe ich auch nicht mehr in Gefahr, an einem heruntergetropften Klecks Marmelade klebenzubleiben. Sehr komfortabel.

Herr Pummelwurst schläft, wenn, dann zwischen meinem Kopf und der Wand. Das ist der Kompromiss, den wir ausgehandelt haben, denn eigentlich würde er gerne auf meinem Kopf schlafen. Zwischen Kopf(-kissen) und Wand ist er jedenfalls schön aufgeräumt und im Winter sorgt das direkt dort in der Wand verlaufende Heizungsrohr auch noch für einen warmen Katzenpöppes.

Das Flüff hingegen bezieht mit Vorliebe auf der anderen Seite des Mount FrauKatz Stellung, also zwischen mir und der zimmerwärtigen Bettkante. Dies darüber hinaus nicht auf Kopfhöhe sondern variierend zwischen Schlüssel- und Steißbein.

Was Nachts, wenn ich das Licht nicht anmache, das Bett aber verlassen muss, eigentlich kein Problem ist. Solange ich ein hellblaues Bettlaken habe. Das vorhandene Restlicht genügt nämlich gerade, das Flüff als dunklen Fleck irgendwo am Rande des Bettes auszumachen und großräumig zu umklettern. Das dunkelgraue Fell des Flüffs kontrastiert ganz vorzüglich mit dem hellblauen Spannbettlaken.

Mit dem dunkelblauen hingegen ... ich seh' die Katz' nicht mehr! Das ist echt ein Problem. Ich muss mich erst mühsam vorantasten und im Halbschlaf ist das Feingewühl bei der Koordination ja nun auch noch nicht ganz wach. Ich weckte und irritierte das Flüffchen heute Nacht also zweimal mittels wilden Gegrabbels. Tatsch, tatsch und wenns „Mrrrb?“ macht, habe ich die Katze gefunden.

Die hat ja auch keine Ahnung von der (Nacht-)Blindheit der Menschen und dem ungeheuren Vorteil hellblauer Spannbettlaken! Die fragt sich wahrscheinlich, was die Bettvorwärmerin denn da jetzt wieder für Flausen betreibt!

Jedenfalls werde ich heute nach Feierabend wahrscheinlich das Bett neu beziehen. Ist doch kein Zustand und gerade das Flüff braucht ja seinen Schönheitsschlaf.

Kommentare:

Natira hat gesagt…

Möglicherweise erwartet das Flüff jetzt aber auch jede Nacht eine Überraschungs-Massage :)

Lg Natira

ps
Das großräumige gymnastische Umkreisen von felligen Bettnachbarn ist mir auch vertraut :)

FrauKatz hat gesagt…

So indigniert, wie das „Mrrb?“ klang, eher nicht. :ugly: :-D

Aber die Kletterübungen halten einen zumindest fit! Und man entwickelt einen feinen Instinkt, der einen selbst im Halbschlaf noch befähigt, haufigen Dingen auf Bett und Boden automatisch auszuweichen. :nick:

schildmehdchen hat gesagt…

Ich werde nie darüber hinweg kommen, wie fotogen deine Katzen sind. *starr*

Katja hat gesagt…

Sooo schööööön